Interview: Stefanie zur Horst (Senior Director bei Simon-Kucher & Partners)

consultingheads Partner Interview Stefanie zur Horst Simon-Kucher & Partners

Als erfolgreiche Unternehmensberaterin bei einem unserer Partner Simon-Kucher & Partners weiß Stefanie zur Horst, worauf es bei Kundenprojekten ankommt. In einem Interview mit consultingheadlines teilt sie ihre Erfahrungen, erzählt von wichtigen Learnings beim Mittagessen in Südamerika und was es mit Legosteinen im Zusammenhang mit innovativen Versicherungsprodukten auf sich hat. Viel Spaß beim Lesen!

consultingheads Interview

Möchtest Du Dich kurz unseren Usern vorstellen? Was ist Deine Expertise?

Seit acht Jahren bin ich in der Beratung tätig, aktuell als Senior Director bei Simon-Kucher & Partners. Das bedeutet, ich bin verantwortlich für Key Accounts, Neukundenakquise und die inhaltliche Weiterentwicklung unseres Beratungsfeldes sowie natürlich die operative Leitung unserer Projekte. Dabei fokussiert sich meine Expertise auf das Thema „Versicherungen“.

Wie kamst Du damals zu Simon-Kucher & Partners und wieso hattest Du Dich für diese Beratung entschieden?

Praktika während des Studiums haben mir gezeigt, dass ich gerne in einer etablierten und gleichzeitig stark wachsenden Beratung tätig sein möchte. Simon-Kucher & Partners kombiniert die Professionalität eines Unternehmens mit mehr als 1.000 Mitarbeitern mit starkem Unternehmergeist.

Zudem habe ich mir ein breites, aber dennoch klar umrissenes Themenfeld gewünscht. Ich fühle mich damit wohl, dass unsere Teams in jedem Projekt auf ein bestimmtes Know-How zurückgreifen können. Das macht uns für den Kunden wertvoll. Gleichzeitig ist doch jedes Projekt anders und damit bleibt es immer interessant und herausfordernd.

Seit acht Jahren bist Du nun bei Simon-Kucher & Partners. Was waren besondere Höhen Deiner Karriere?

Auslandsprojekte in Miami, Mexico City, Lima, Dubai und Kuala Lumpur gehören zu prägenden und sehr wertvollen Erfahrungen, die mir wenige andere Jobs in der Art ermöglicht hätten. Aber Höhen sind auch jedes Mal, wenn ein Team – häufig aus unterschiedlichen Ländern und Kollegen, die sich kaum kennen – zusammenkommt und sich so einspielt, dass gemeinsam super Ideen entstehen.

Nenne uns ein Projekt, aus dem Du die meisten Learnings gezogen hast.

Das waren wohl meine ersten Projekte in Südamerika. Früher habe ich gedacht: „Ich sitze drei Wochen im Büro und entwickele Ideen, Strategien, Produkte und Preise, dann stelle ich das in drei Stunden dem Kunden vor – fertig“.

Spätestens in Südamerika habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, auf Kundenseite mit wirklich allen Beteiligten immer wieder und in aller Ruhe die Köpfe zusammenzustecken, nicht nur in Besprechungen, sondern auch mal beim Kaffee, Mittagessen und bei sonst jeder Gelegenheit. Nur wenn jede Meinung gehört, jede Idee in Ruhe besprochen wird und man immer wieder die Frage stellt, ob alle voll hinter dem Projekt stehen, dann wird es am Ende ein Erfolg.

Das bedeutet: Mir ist es wichtig, die von uns entwickelten Empfehlungen mit dem Kunden im Detail zu besprechen. Denn damit erarbeiten wir gemeinsam das optimale Ergebnis.

Die Unternehmensberatungsbranche ist immer noch stark von Männern dominiert. Wie hast Du dies als erfolgreiche Frau während Deiner Karriere erlebt? Und was würdest Du anderen Kandidatinnen mitgeben, die sich für einen Job in der Beratung interessieren?

Gerade als junge Beraterin ist man manchmal tatsächlich im ersten Moment stärker herausgefordert, sich unter Beweis zu stellen. Aber dennoch sehe ich für Frauen absolut keine Nachteile, in die Beratung einzusteigen.

Ich stehe jetzt zum Beispiel als junge Mutter vor der Herausforderung Beruf und Familie erfolgreich unter einen Hut zu bekommen. Mein Job bietet mir dabei viele Möglichkeiten, denn wir arbeiten per Definition flexibel. Trotzdem gehört natürlich auch dazu, dass man gerne und gut planen kann, sich an seine eigenen Zeitpläne hält und schnell umschalten kann. Im Home-Office heißt es dann „Arbeitszimmer-Tür zu = 100% Job“ oder „aus dem Arbeitszimmer ins Kinderzimmer = 100% Mutter“.

Vor ca. einem Jahr fand das Event „CREATE!“ statt, ein Innovationslabor für die Versicherungsbranche. Magst Du uns das Event kurz vorstellen und erklären, was genau Deine Rolle dabei war?

In der Assekuranz herrscht Aufholdruck. Das betrifft einerseits aktuelle Themen, insbesondere die Digitalisierung, aber andererseits auch die Art, wie gearbeitet wird (Stichwort „agiles Arbeiten“). Beides greifen wir in unserem Innovationslabor auf:

  • mit unternehmensübergreifenden und unternehmensinternen Veranstaltungen
  • mit kleinen Teilnehmerkreisen
  • in einem kreativen Umfeld
  • inklusive weniger knackiger Vorträge
  • und dafür mit viel Zeit für die Entwicklung und Diskussion neuer Ideen

Dabei gehen wir auch gerne ungewöhnliche Wege, wie wenn wir zum Beispiel innovative Versicherungsprodukte aus Legosteinen bauen.

Versicherer müssen die Chancen der Digitalisierung nutzen, um ihre Kunden aktiv – und durchaus auch spielerisch – in den Verkaufsprozess einzubinden, um damit das Produkt ‚Versicherung‘ erlebbar machen.

Stefanie zur Horst, Senior Director bei Simon-Kucher & Partners

Dieses Zitat stammt von Dir. Was würdest Du denn sagen sind spielerische Methoden, um das Thema Versicherung für den Kunden etwas lebendiger zu gestalten?

Bei jedem Versicherungsverkauf, egal ob online oder persönlich, geht es natürlich erstmal darum, den Kunden kompetent zu beraten. Das schließt aber nicht aus, einen Prozess zu entwickeln, der auch an Emotionen statt nur an die Ratio appelliert und den Kunden aktiv einbindet. Die Möglichkeiten sind unzählig, von kurzen, sympathischen Cartoon-Videos bis hin zur Virtual-Reality-Brille.

Was sind denn Deines Erachtens nach die drei heißesten Versicherungs-Start-ups?

In meinen Augen ist lange nicht alles heiß, was sich Start-up nennt. Aber ohne Frage sehr gut ist lings.ch, weil es viele gute, innovative Ansätze vereint: flexible, leicht verständliche Produkte, schnelle, unkomplizierte Verkaufsprozesse und beliebige Vertragslaufzeiten.

Meinst Du, dass in Zukunft Unternehmens- oder Versicherungsberater durch künstliche Intelligenz ersetzt werden könnten?

Nein, AI braucht Steuerung in irgendeiner Form, um sie sinnvoll nutzbar zu machen und damit geht der Beratung das Aufgabenfeld nicht verloren. Es wird aber immer mehr zu einem ganz wesentlichen Teil unserer Arbeit.

Vielen Dank, Stefanie, für das sympathische Interview und die ausführlichen Insights! Wir wünschen Dir und Deiner Familie weiterhin alles Gute!

Du bist Berater/in und möchtest Deine Karriere vorantreiben?

Dann melde Dich an und wir helfen Dir bei Deinem nächsten Karriereschritt!

Unternehmensberater Jobs und Projekte finden

Hinterlasse eine Antwort:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Seitenfooter